Montana Primer Polystyrene
- Für Dioramen, Modelllandschaften, Architekturmodelle
- Mehrere dünne Schichten, bis alle Poren dicht sind
- Ab Werk mit Flat Jet Cap Medium
Ob Panzer in 1:35, RC-Karosserie, Architekturmodell, Diorama-Landschaft oder ein Stapel 3D-gedruckter Teile: Der Aufbau entscheidet, nicht der Pinsel. Wer sauber grundiert und die Basisfarbe gleichmäßig legt, hat den halben Bau schon gewonnen.
Genau da ist die Spraydose stark. Bei uns findest du den Polystyrene Primer für Styropor und Hartschaum, Plastic Primer für Bausätze und Drucke, 173 exakte RAL-Töne für farbdefinierte Modelle und mattes Finish zum Versiegeln. Details setzt du danach mit Marker oder Pinsel – wir sagen dir ehrlich, wo die Grenze verläuft.
Eine 400-ml-Dose ist kein Airbrush. Sie bringt viel Material in kurzer Zeit auf eine Fläche – großartig für manches, ungeeignet für anderes. Damit du nicht das Falsche kaufst:
Im Modellbau kommen mehr Materialien zusammen als in jedem anderen Projekt – und einige davon reagieren empfindlich auf Lösemittel. Das ist der häufigste Grund für ruinierte Teile.
| Material | Grundierung | Worauf es ankommt |
|---|---|---|
| Polystyrol-Bausatzklassische Plastikmodelle | Plastic Primer | Lösemittel können dünne Teile anlösen und die Oberfläche mattieren. Immer als leichter Nebel aus größerem Abstand beginnen und vorher an einem Angussrest testen. |
| Styropor, Styrodur, HartschaumGelände, Architektur, Props | Polystyrene Primer | Ohne Schutzgrundierung frisst lösemittelhaltiger Lack den Schaum regelrecht weg. Der Primer versiegelt die Poren – erst wenn wirklich alle Stellen dicht sind, darf Farblack drauf. |
| Resin-Bausätze und Zubehör | Universal Primer | Trennmittel aus der Form muss zuerst mit Spülmittel und warmem Wasser runter. Bleibt es drauf, haftet keine Farbe. |
| 3D-Druck FDMPLA, PETG, ABS | Plastic Primer | Schichtlinien werden vom Lack nicht kaschiert, sondern betont. Erst schleifen und mit Sprühspachtel füllen. PLA verträgt keine Hitze – nicht in der Sonne trocknen. |
| 3D-Druck Resin | Plastic Primer | Nur vollständig gewaschene und nachgehärtete Drucke lackieren. Reste von Waschalkohol oder unausgehärtetem Harz machen die Oberfläche dauerhaft klebrig. |
| Weißmetall, Zinn, Messing | Metal Primer | Gussreste und Fett gründlich entfernen. Metallminiaturen brauchen zwingend Grundierung, sonst reibt die Farbe beim Anfassen wieder ab. |
| Holz, MDF, SperrholzBodenplatten, Rahmen, Laser-Cut | Universal Primer | Saugt stark und ungleichmäßig. Zwei dünne Primerschichten mit Zwischenschliff geben eine geschlossene Basis. |
| Karton, Graupappe, Papier | Universal Primer | Wellt sich bei zu nassem Auftrag. Nur ganz dünne Nebelschichten sprühen und flach beschwert trocknen lassen. |
| Gips, Ton, KeramikGelände, Ruinenteile | Universal Primer | Sehr saugend. Vollständig durchgetrocknet sein lassen, sonst schließt der Lack Restfeuchte ein. |
Im Diorama- und Geländebau sind Effektlacke keine Spielerei, sondern eine Abkürzung: Sie erzeugen Oberflächenstrukturen, für die du sonst stundenlang trockenbürsten müsstest.
Modellbauer nutzen Klarlack anders als alle anderen: nicht nur am Ende, sondern zwischendurch. Glänzend unter den Decals, matt darüber – das ist der Standardablauf.
Der Ablauf gilt für Bausatz, 3D-Druck und Geländeteil gleichermaßen. Der wichtigste Unterschied zu großen Projekten: Am Modell arbeitest du mit deutlich mehr Abstand und deutlich weniger Material.
Angüsse sauber trennen, Gussgrate mit dem Skalpell entfernen, Nähte verschleifen. Resin-Teile mit Spülmittel und warmem Wasser waschen, damit das Trennmittel runter geht. 3D-Drucke schleifen und Schichtlinien mit Sprühspachtel füllen.
Alle Teile entfetten, danach nur noch mit Handschuhen anfassen. Kleinteile auf Zahnstocher, Schaschlikspieße oder eine Styroporplatte stecken. Was du beim Sprühen in der Hand hältst, wird nie gleichmäßig.
Primer und Farbe zuerst auf einen Spritzlingsrest sprühen und 24 Stunden beobachten. Bei Polystyrol und Hartschaum zeigt sich hier, ob das Lösemittel den Untergrund angreift – und nicht am fertigen Modell.
25 bis 30 cm Abstand, deutlich mehr als bei großen Objekten. Erste Schicht nur als leichter Nebel, dann in dünnen Gängen aufbauen. Bei Hartschaum so lange, bis wirklich alle Poren geschlossen sind. Danach vollständig durchhärten lassen.
Dose zwei bis drei Minuten schütteln, Level 1 oder 2 Cap aufsetzen. Zwei bis drei sehr dünne Schichten mit Ablüftzeit dazwischen. Gravuren und Details dürfen nicht zulaufen – lieber eine Schicht zu wenig als eine zu viel.
Vor dem Aufbringen der Nassschiebebilder eine dünne Schicht Glanzklarlack auflegen. Auf glatter Oberfläche schmiegt sich das Decal an, statt einen sichtbaren silbrigen Rand zu bilden. Danach vollständig trocknen lassen.
Jetzt kommen Pinsel, Marker und Washes zum Zug: Panel Lines nachziehen, Kanten trockenbürsten, Verschmutzungen setzen. Feine Linien immer zuletzt, sie leiden am stärksten unter jedem weiteren Arbeitsschritt.
Zwei dünne Gänge matter Klarlack vereinheitlichen den Glanzgrad und nehmen dem Modell den Spielzeuglook. Dünn arbeiten – zu dick aufgetragener Mattlack legt sich als milchiger Schleier über dunkle Flächen.
| Was du siehst | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Der Hartschaum löst sich auf oder schrumpft | Lösemittelhaltiger Lack ohne Schutzgrundierung | Immer zuerst Polystyrene Primer, bis alle Poren dicht sind |
| Feine Gravuren sind zugelaufen | Zu dicke Schichten, zu wenig Abstand | 25 bis 30 cm Abstand, mehrere Nebelschichten statt einer deckenden |
| Die Oberfläche wirkt rau wie Sandpapier | Zu großer Abstand, Farbe trocknet in der Luft | Näher heran und in Bewegung bleiben – siehe Technik-Ratgeber |
| Decals zeigen einen silbrigen Rand | Decal auf matter oder rauer Oberfläche aufgebracht | Vorher eine dünne Schicht Glanzklarlack, danach matt versiegeln |
| Farbe bleibt auf Resin-Druck klebrig | Druck nicht vollständig gewaschen oder nachgehärtet | Gründlich waschen, vollständig aushärten lassen, erst dann grundieren |
| Schichtlinien sind nach dem Lackieren deutlicher | Farbe kaschiert Unebenheiten nicht, sie betont sie | Vorher schleifen und mit Sprühspachtel füllen |
| Mattlack liegt als milchiger Schleier auf | Zu dick aufgetragen oder hohe Luftfeuchtigkeit | Zwei dünne Gänge bei 15 bis 25 Grad und trockener Luft |
| Farbe reibt von der Metallminiatur ab | Ohne Grundierung gearbeitet oder Gussfett nicht entfernt | Entfetten und mit Metal Primer grundieren |
| Runzeln nach dem Klarlack | Farbschicht war noch nicht durchgetrocknet | Recoat-Fenster beachten – siehe Überlackierzeit |
Nein. Lösemittelhaltiger Lack greift Styropor und Hartschaum an, das Material schrumpft oder löst sich regelrecht auf. Du brauchst zuerst eine Schutzgrundierung wie den Montana Polystyrene Primer. Erst wenn die Oberfläche vollständig versiegelt ist und alle Poren geschlossen sind, darf Farblack darüber.
Für Grundierung, Basisfarbe und Klarlack in vielen Fällen ja – und sie ist dabei schneller und deutlich günstiger im Einstieg. Für feine Camo-Muster, weiche Modulationen und Detailarbeit an kleinen Maßstäben nicht. Die meisten arbeiten kombiniert: Basis aus der Dose, Details mit Pinsel, Marker oder Airbrush.
Für FDM-Drucke aus PLA, PETG oder ABS und für Resin-Drucke den Plastic Primer. Wichtig ist die Vorbereitung: Schichtlinien schleifen und mit Sprühspachtel füllen, weil Farbe sie sonst betont statt kaschiert. Resin-Drucke müssen vollständig gewaschen und nachgehärtet sein, sonst bleibt die Oberfläche klebrig.
Er kann. Lösemittel können dünne Bauteile anlösen oder die Oberfläche stumpf machen, besonders bei zu nassem Auftrag. Beginne deshalb immer mit einem leichten Nebel aus 25 bis 30 cm Abstand und bau von dort auf. Und teste vorher an einem Angussrest – den liefert jeder Bausatz kostenlos mit.
Weil das Decal auf einer matten oder rauen Oberfläche aufgebracht wurde. Unter dem Trägerfilm bleibt Luft eingeschlossen, das sieht silbrig aus. Trag vor den Decals eine dünne Schicht Glanzklarlack auf, dann schmiegt sich der Film an. Nach dem Trocknen versiegelst du alles mit mattem Klarlack.
Auf Zahnstocher, Schaschlikspieße oder Klammern stecken und in eine Styroporplatte setzen. So kommst du rundum an das Teil heran, ohne es anzufassen, und kannst zwischen den Schichten drehen. Was du in der Hand hältst, wird nie gleichmäßig.
Im Modellbau fast immer matt. Glänzende Oberflächen lassen ein Modell nach Spielzeug aussehen, weil sie in einem Maßstab reflektieren, den es im Original nicht gibt. Ausnahmen sind Automodelle, moderne Flugzeuge und alles, was auch im Original lackglänzend ist. Trag Mattlack in zwei dünnen Gängen auf, dick wird er milchig.
Weil sie definiert und reproduzierbar sind. Bei Fahrzeug-, Militär- und Industriemodellen arbeitest du oft nach festen Farbvorgaben, und im nächsten Jahr brauchst du für das zweite Modell derselben Serie exakt denselben Ton. Belton spectRAL gibt es bei uns in allen 173 Farbtönen – deutlich mehr als im Handel üblich.
25 bis 30 cm, also spürbar mehr als bei großen Objekten. Zu nah bedeutet zu viel Material auf kleiner Fläche, dann laufen Gravuren zu und es bilden sich Nasen. Zu weit weg trocknet die Farbe schon in der Luft und die Oberfläche wird rau wie Sandpapier.
Besser nicht. Sprühnebel und Lösemitteldämpfe verteilen sich weiträumig und setzen sich auf allem ab, was herumliegt. Arbeite draußen, auf dem Balkon, in der Garage oder in einer Absaugkabine, immer mit Halbmaske und A2P2- oder A2P3-Filter. In dem Raum, in dem du anschließend arbeitest oder schläfst, solltest du nicht sprühen.
Eine Technik aus dem Miniaturenbau: Du grundierst das Modell komplett schwarz und nebelst dann steil von oben Weiß darüber. Dadurch liegen Licht und Schatten schon fest, bevor die erste Farbe kommt. Über diese Grundierung lassen sich Farben lasierend auftragen, und die Tiefe bleibt erhalten.
Zwischen Farbschichten reichen meist wenige Minuten Ablüftzeit. Vor Klarlack, Decals oder Weiterverarbeitung solltest du deutlich länger warten – bei Grundierungen bis zu 24 Stunden. Zu früh überlackiert löst die darunterliegende Schicht an und wirft Runzeln.
Grundierung, Farblack, Effektlack, Klarlack und Marker – direkt ab Lager, versandfertig in kurzer Zeit.